Grosse Freiheit

Ein Film von Sebastian Meise
18. November 2021

Deutschland 1968: Eine Zeit der Proteste und des Aufbruchs – allerdings nicht für Hans. Er wandert hinter Gitter, da er beim Sex mit einem Mann erwischt wurde. Nicht zum ersten Mal, denn Hans lässt sich von niemandem sagen, wie er zu leben und schon gar nicht,  wen er zu lieben hat. Im Gefängnis begegnet er Viktor, die beiden Männer waren bereits früher Zellengenossen. Viktor verbüsst eine Strafe wegen eines aus Eifersucht begangenen Totschlags. Und Hans wegen des berüchtigten Paragraphen 175, der Liebe unter Männern unter Strafe stellt. Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich im Laufe der Zeit zwischen Hans und Viktor eine intensive Verbindung voller Respekt, Empathie – und vielleicht sogar so etwas wie Liebe…

«Grosse Freiheit» feierte seine Weltpremiere am Festival in Cannes, wo er mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde. Regisseur Sebastian Meise klagt nicht nur den deutschen Paragraphen 175, der erst 1969 revidiert wurde, an. Er zeigt auch, dass sich Gefühle und Liebe nicht einfach einsperren lassen und erzählt von einem Mann mit unzerbrechlichem Lebensmut. Die atemberaubende Performance der beiden Hauptdarsteller Franz Rogowski und Georg Friedrich, die herausragende Bildgestaltung und die virtuose Inszenierung machen «Grosse Freiheit» zu einem hoch emotionalen Kinoerlebnis.

Cannes Film Festival 2021
Un Certain Regard
Prix du Jury

Details zum Film

Regie

Sebastian Meise

Mit

Franz Rogowski, Georg Friedrich, Anton von Lucke

Genre

Drama

Land, Jahr, Dauer

AT, DE, 2021, 117'

Jugendfreigabe

16

Format

Medienstimmen

«Dieser Film braucht keine grossen Worte, er braucht nur Franz Rogowski und Georg Friedrich, die mit Gesten, Blicken, Körpern erzählen.» Die Zeit

«Der Regisseur verknüpft persönliche, politische und sinnliche Elemente auf herausragende Weise zu einer eindringlichen Geschichte.» Variety

«Sebastian Meise erzählt in unaufgeregten, klaren Bildern, in denen Franz Rogowski und Georg Friedrich verhaltene Gefühle zur Explosion bringen.» Kurier

«Nicht zuletzt eine unkonventionelle Liebesgeschichte, zärtlich und unsentimental. » The Hollywood Reporter

«Regisseur Sebastian Meise filmt dieses stille, einfache Drama mit grosser Eleganz und Schlichtheit, stilsicher und authentisch.» Wiener Zeitung