Drei junge Männer in Spanien im 20. und 21. Jahrhundert, drei verschiedene Zeiten und Lebenswelten – und ein unsichtbares Band, das sie alle miteinander verwebt.Kantabrien 1937: Der Trompeter Sebastián dient als Soldat in einem Krankenhaus der franquistischen...
Drei junge Männer in Spanien im 20. und 21. Jahrhundert, drei verschiedene Zeiten und Lebenswelten – und ein unsichtbares Band, das sie alle miteinander verwebt.
Kantabrien 1937: Der Trompeter Sebastián dient als Soldat in einem Krankenhaus der franquistischen Armee, wo er den verwundeten republikanischen Kriegsgefangenen Rafael zu bewachen hat. Zwischen den beiden entsteht eine unverhoffte Anziehung, und Sebastián verzweifelt zunehmend an der Gewalt, die Rafael angetan wird.
Granada 1932: Carlos, der Spross einer angesehenen Familie, bewirbt sich auf Druck seines Vaters um die Mitgliedschaft im elitären Casino. Sein Antrag wird abgelehnt, denn über Carlos sind Gerüchte im Umlauf, er liebe Männer. Während seine Mutter ihn nach Madrid schicken will, wo er freier leben könnte, insistiert der Vater, Carlos müsse das Geschwätz zurückweisen und auf der Aufnahme im Casino beharren.
Madrid 2017: Die Tage des gescheiterten Dramatikers Alberto sind geprägt von Grindr-Dates, seiner Beziehung mit Javier, seiner Forschung zu queerer Musik der 1920er Jahre und Streitigkeiten mit seiner Mutter. Völlig unerwartet erreicht ihn die Nachricht, sein Grossvater, den er nie kennengelernt hat, sei gestorben – und habe Alberto persönlich ein Couvert mit einem geheimnisvollen Inhalt hinterlassen.
Inspiriert vom gleichnamigen unvollendeten Manuskript des Dichters Federico García Lorca verflicht «La bola negra» kunstvoll und spekulativ drei Schicksale zu einem Panorama familiärer Verhängnisse und männlichen Begehrens. Nebst den fantastischen jungen Hauptdarstellern Carlos González, Milo Quifes, Miguel Bernardeau und Guitarricadelafuente glänzen Penélope Cruz und Glenn Close mit umwerfenden Gastauftritten. Produziert wurde der Regiepreis-Gewinner von Cannes von Pedro Almodóvar.