Gabrielle, Mitte Fünfzig, lebt ihren Beruf mit Leib und Seele. Als Chirurgin und Abteilungsleiterin in einem öffentlichen Spital rennt sie von Termin zu Termin und muss sich in alle Richtungen aufteilen. Für ihr Privatleben – den Partner mit den erwachsenen...
Gabrielle, Mitte Fünfzig, lebt ihren Beruf mit Leib und Seele. Als Chirurgin und Abteilungsleiterin in einem öffentlichen Spital rennt sie von Termin zu Termin und muss sich in alle Richtungen aufteilen. Für ihr Privatleben – den Partner mit den erwachsenen Kindern aus erster Ehe, die an Alzheimer erkrankte Mutter – bleibt wenig Zeit, doch Gabrielle bemüht sich, auch ihnen gerecht zu werden. Als die Autorin Frida sie zu Recherchezwecken einige Wochen durch ihren Alltag begleitet, gerät Gabrielles Gleichgewicht ins Wanken. Gibt es in dem dichten Leben, das sie sich aufgebaut hat, Platz für das Unerwartete?
Mit ihrem zweiten Spielfilm nach «Les Amours d’Anaïs» beweist Regisseurin Charline Bourgeois-Tacquet neue künstlerische Reife und setzt einer unerschrockenen, selbstwirksamen Weiblichkeit in der Mitte des Lebens ein Denkmal. «La Vie d’und femme» feierte im Wettbewerb von Cannes 2026 seine Weltpremiere und wurde von Publikum und Kritik mit Begeisterung aufgenommen. Insbesondere die Performance von Léa Drucker («Dossier 137») in der Rolle von Gabrielle ist eine Wucht.